- Signifikantes Lernen

Carl Rogers – 10 Prinzipien signifikanten Lernens (Rogers, C.R. (1974). Lernen in Freiheit. Zur Bildungsreform in Schule und Universität. München: Kösel)

  1. Menschen besitzen ein natürliches Potenzial zum Lernen.
  2. Signifikantes Lernen findet statt, wenn der Lerninhalt vom Lernenden als für seine eigenen Zwecke als relevant  wahrgenommen wird.
  3. Lernen, das in der eigenen Vorstellung eine Veränderung in der Organisation des Selbst einschließt, wird als bedrohlich empfunden und hat die Tendenz, Widerstand hervorzurufen und wird daher häufig abgewehrt.
  4. Solche Lernprozesse, die für das Selbst bedrohlich sind, werden leichter aufgenommen, wenn keine äußere Bedrohung verspürt wird.
  5. Wenn die Bedrohung des Selbst gering ist, kann eigene Erfahrungen in differenzierter Weise wahrgenommen werden und die Lernprozesse können voranschreiten.
  6. Etwas selbst zu tun ist eine der effektivsten Arten zu Lernen.
  7. Lernen wird dann gefördert, wenn der Lernende den Lernprozess mit bestimmt.
  8. Selbstinitiiertes Lernen, das die ganze Person des Lernenden – seine Gefühle wie seinen Intellekt – einbezieht, ist am eindringlichsten und in seinen Ergebnissen am dauerhaftesten.
  9. Unabhängigkeit, Kreativität und Selbstvertrauen werden gefördert, wenn Selbstkritik und Selbstbeurteilung von  grundlegender Bedeutung sind, während Fremdbewertung zweitrangigen Charakter hat.
  10. Das sozial brauchbarste Lernverhalten in der modernen Welt ist jenes, bei dem das Lernen als Prozess gelernt wird; darin drückt sich aus, dass man ständig für Erfahrung offen ist und Wandlungsprozesse verarbeitet.