- Diagnostische Probe zum Zielsetzungsverhalten

Lernschwierigkeiten (und erst recht Lernstörungen) sind häufig mit einer Problematik der Leistungsmotivation verbunden. Sie ergibt sich aus früheren Misserfolgserlebnissen. Die Entmutigung wird nun selbst zur Ursache für geringe Lernaktivität. Das äußert sich in allen motivationalen Bestimmungsstücken, also im Zielsetzungsverhalten, der Selbstbewertung und Attribution.

 

Zum Zielsetzungsverhalten und zur Selbstbewertung: Lernschwache Schüler fühlen sich bei Gedanken an ihre Fähigkeiten unwohl. Sie möchten folglich nicht darüber nachdenken, es brächte negative Emotionen. Wird trotzdem von ihnen verlangt, zwischen einer leichten, eine mittleren oder aber einer schwierigen Aufgabe zu wählen, so entscheiden sie sich gern für die leichten Aufgaben oder auch für die besonders schwer erscheinenden, nicht aber für die mit einem mittleren, angemessenen Schwierigkeitsgrad. Sie stellen sich gern zu niedrige oder zu hohe Ziele. Beide Varianten schützen vor dem Erleben weiterer Misserfolge. Niedrige Ziele können erreicht werden und bringen deshalb keinen Misserfolg. Zu hohe Ziele waren eben zu hoch und können deshalb niemanden erschüttern. Das ist plausibel. Oft führt gerade die Vermeidung von Gedanken an die eigenen Fähigkeiten zur naiven Selbstüberschätzung.

Die diagnostische Probe zur Erfassung des Zielsetzungsverhaltens offenbart die für den Schüler typischen Reaktionsweisen. Die Beobachtungsgesichtspunkte sind auch im Alltag anwendbar. Nach solchen Beobachtungen können sich Förderziele auf entscheidende psychologische Voraussetzungen richten, also sehr effektiv sein.

Die Handanleitung für die diagnostische Probe zur Beobachtung des Zielsetzungsverhaltens finden Sie in der folgenden PDF-Datei:

Diagnostische Probe zur Beobachtung des Zielsetzungsverhaltens
Zielsetzungsverhalten.pdf
PDF-Dokument [830.3 KB]

Hinweise, wie ein besseres Zielsetzungsverhalten und eine angemessenere Selbstbewertung erreicht werden kann finden Sie auf der Seite zur Förderung von Lernkompetenzen.