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(4) Verhalten in unterschiedlichen Situationen

Wo, wann, unter welchen Bedingungen erkennen wir Konzentration, soziale Integration und persönliches Wohlbefinden des Kindes?

Für die Darstellung ist der Teilhabebogen recht effektiv. Dort werden drei Teilhabeskalen verwendet. Es handelt sich um Ratingskalen zur Lerntätigkeit, mit denen gelingende Lernsituationen erkannt und schwierigere eingegrenzt werden können. Die drei Teilhabedimension sind die Wesensmerkmale der Inklusion. An Ihnen zeigt sich der Erfolg der Förderung besser als an jedem einzelnen Lernergebnis! Wir können von psychologischen Kriterien einer gelingenden Inklusion sprechen.

Abbildung: Die drei Seiten der Teilhabe

  • Konzentration auf den Lerngegenstand. Pole: höchstens kurzzeitige Zuwendung ←→ konzentrierte, ausdauernde Tätigkeit.
  • Soziale Integration. Pole: Kontakte fehlen / sind nur negativ ←→ angemessene, gelingende Kontakte
  • Emotionales Wohlbefinden. Pole: Unsicherheit, Vermeidung oder Angst ←→ Wohlbefinden, Sicherheitsgefühl

Im Teilhabebogen geben wir situationsbezogene (keine allgemeinen) Einschätzungen von Konzentration, Integration und Wohlbefinden. Hier sollen Unterschiede deutlich werden. Zum Beispiel, dass sich eine Schülerin zwar im Klassenzimmer schlecht auf eine Aufgabe konzentrieren kann, in der Exkursion aber intensiv und ausdauernd mitarbeitet. Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen Lehrern, Lerninhalten, Unterrichtsfächern zu sehen, also die divergierenden Perspektiven zu erkennen. Verschiedene Facetten des Verhaltens sollen deutlich werden (Ziel: ein lebendiges funktionales mentales Modell).

 

Die Verwendung der Teilhabeskalen ist auch in der Teamberatung sehr gut möglich. Von ihr ausgehend ergeben sich weitere Fragestellungen.

Abbildung: Teilhabebogen Pia

Abbildung: Teilhabebogen Robert

Download des Teilhabebogens
Teilhabebogen.pdf
PDF-Dokument [239.9 KB]

Es stehen auch weitere Beobachtungs- und Diagnosehilfen zur Verfügung: