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(3) Stärken

Stärke ist mittlerweile in der Psychologie ein theoretisch geklärter Begriff.

 

„Stärken sind persönliche überdauernde Muster von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Sie sind individuell, geben Energie und ermöglichen beste Leistungen“ (Blickhan, 2015, S. 155; nach Biswas-Diener, 2010).

 

Dieser Definition zufolge sind Stärken keine fertigen Kompetenzen. Die Sicht auf Stärken ist ipsativ (nicht normativ, also nur relativ innerhalb einer Person, Zurückdrängen sozialer Vergleichsmaßstäbe). Wer in Kontakt zu seinen Stärken ist, fühlt sich wohl. Das kann man gut erkennen: Die Person ist lebendig, sie spricht klarer, zeigt mehr Ausdruck, sitzt bzw. steht aufrechter. Die genannte Stärken-Definition steht im Kontext einer Psychologie des Wohlbefindens.

 

So verstandenen Stärken kommen wir auf die Spur, indem wir erkunden, wodurch die Person sich angesprochen fühlt und wofür sie sich interessiert: „Was tust du gern? Welche Tätigkeiten bereiten dir Freude?“ (Nicht: „Was kannst du gut?“). Kindern fällt etwas ein, wenn man sie zum Komplimente-Spiel auffordern. „Was magst Du an Melina?“ Kinder sind oft sogar sehr nahe an der Gefühls- und Beziehungsebene. Erwachsene denken oft eher fähigkeits- und kompetenzorientiert.

 

Die folgende Stärkenliste und eine Stichwortsammlung für Stärkengespräche können Ihnen vielleicht von Nutzen sein, wenn Sie über die Stärken eines Kindes oder Jugendlichen nachdenken.

Stärkenliste und Stichwortsammlung für Stärkengespräche
Stichwortsammlung für Beobachtungen und [...]
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